Dieses Album spiegelt vor allem die experimentelle Phase des jungen Bach wider, die sehr stark mit Arnstadt verbunden ist. Die ausgewählten Präludien, Fugen, Fantasien und Choräle entstanden mutmaßlich zumeist in Bachs Zeit als Organist in Arnstadt und seiner Anstellung am fürstlichen Hof in Weimar als Kammermusiker, Hoforganist und später Konzertmeister. Für die Einspielung wählte Jörg Halubek drei Orgeln rund um Leipzig aus: die rekonstruierte Wender-Orgel (1703) in der Bachkirche Arnstadt, Bachs erster Organistenstelle, die Orgel von Christoph Donut (1705) in der Stadtkirche Brandis und die Orgel von Johann Scheibe (1746) in der Dorfkirche Zschortau. Die Scheibe-Orgel repräsentiert hier bereits einen späteren Typus, zu dieser Orgel existiert ein positives Gutachten von Bach selbst.
BRANDIS
DISPOSITION
Stadtkirche Brandis
Orgel von Christoph Donat (1705)
Hauptwerk (I) CD-c3
Grobgedackt 8′
Quintadena 8′
Principal 4′
Rohrflöte 4′
Octave 2′
Quinte 1 1⁄2′
Sesquialtera II
Mixtur IV
Hinterwerk (II) CD-c3
Gedacktflöte 8′
Octave 4′
Gedacktquinte 3′
Spielflöte 2′
Cornett III
Pedalwerck CD-c1
Subbaß 16′
Oktava 8′
Posaunenbaß 16′
Nebenzüge und Koppeln:
Schiebekoppel II/I + I/P