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III. Orgelbüchlein & Choralpartiten

15,00 

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Orgelbüchlein & Choralpartiten
Dropa-Orgel zu Lüneburg, Klapmeyer-Orgel zu Altenbruch
Jörg Halubek, Orgel

2 CDs / Berlin Classics / Edel

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BACH ORGAN LANDSCAPES
Lüneburg, Altenbruch |  Orgelbüchlein, Choralpartiten
53°14’52.7″N 10°24’47.8″E 

Als 15jähriger besuchte Johann Sebastian Bach zwei Jahre lang die Lateinschule des Michaeliskloster in Lüneburg. Aus dieser Zeit ist zudem mindestens eine Reise nach Hamburg belegt. Für den jungen Bach müssen die Eindrücke der norddeutschen Musikszene mit ihren großen Orgeln und selbstständigen Pedalen, den vielfältigen Zungenregistern, den klaren und ‚scharfen‘ Mixturen, nicht zuletzt auch musikalischen Erlebnisse in der Hamburger Gänsemarktoper beeindruckend und inspirierend gewesen sein. Bachs Choralpartiten tragen deutliche Spuren des norddeutschen Umfeldes, etwa in den opernhaft-ariosen Ausarbeitungen mit französischen Ornamenten oder in den sehr individuellen virtuosen Ausgestaltungen der Variationen, welche die Textausdeutungen zu einzelnen Liedstrophen nahelegen. Demgegenüber steht das in den etwas späteren Weimarer Jahren komponierte Orgelbüchlein, welches den Grundstein für Bachs monothematisches Komponieren bildet: Hier wird das Klangbild eines Chorals über nur ein charakteristisches Motiv geformt. Die Wurzeln dieser kompositorischen Ästhetik können in der frühen Begegnung mit Georg Böhm in Lüneburg angenommen werden. Die Geschichte der großen Orgel in St. Michaelis, die sich bis ins 15. Jhdt. zurückverfolgen lässt, ist bewegt: 1708 baute der Schnitger-Schüler Matthias Dropa eine neue Orgel und erweiterte das vorhandene Instrument von Niehoff (1553) – der junge Bach konnte möglicherweise die Planungen mitverfolgen. Die heutige Disposition entspricht nach zahlreichen Umbauten der von 1708, eine historische präzise Restaurierung ist in Planung. Der ungeheure Farbreichtum und der klangliche Geist der Barockzeit ist trotz gleichstufiger Stimmung deutlich zu hören. Die Klapmeyer-Orgel zu Altenbruch (1730), an der ebenfalls Dropa von 1697-1700 arbeitete, gibt Dank der Restauration durch Jürgen Ahrend (2004) einen authentischen mit Lüneburg verwandten klanglichen Eindruck dieser Orgellandschaft. Gerade im Vergleich beider Instrumente werden die Spezifika der historischen Klänge greifbar.

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Orgelbüchlein & Choralpartiten
Dropa-Orgel zu Lüneburg, Klapmeyer-Orgel zu Altenbruch
Jörg Halubek, Orgel

2 CDs / Berlin Classics / Edel